Sicherheit am Augsburger Bahnhof

Juni 29th, 2010 · No Comments

Es ist ein trauriges Bild, das sich am Bahnhofsvorplatz in Augsburg bietet: Zwielichtige Gestalten tummeln sich hier, Punks warten in den Buswartehäuschen auf ahnungslose Passanten, um diese anzubetteln und gerade des Nachts kann es dem Einen oder Anderen schnell Angst und Bange werden. Auch die Bahn selbst sieht diesen Zustand mit gemischten Gefühlen, die Sicherheit der eigenen Kunden wird beeinträchtigt und viele Beschwerden kamen dem Unternehmen ebenfalls schon zu Ohren.

Natürlich sei die Sicherheit der eigenen Kunden für die Bahn wichtig, heißt es aus dem Munde von Bahnsprecher Franz Lindemair. Allerdings ist es schwierig einzuschreiten, denn die Besitzverhältnisse gewähren niemandem richtiges Recht. Der Bahnhofsvorplatz gehört zum Privateigentum der Bahn: Die Polizei hat hier nur eingeschränkte Rechte, der Sicherheitsdienst der Bahn selbst ist ebenfalls nur eingeschränkt handlungsfähig. Während im Bahnhofsgebäude und an den Gleisen Hausverbote ausgesprochen werden können, ist dies auf dem Vorplatz nicht so ohne Weiteres möglich.

Bisher heißt es aus den Reihen der Bahn AG, könne man nichts an der Situation ändern. Man baue aber auf die Umsetzung des Projekts Mobilitätsdrehscheibe. Das Millionenprojekt würde einen Umbau des Bahnhofsvorplatzes mit sich bringen, wodurch wiederum die gesamte Situation entschärft werden könnte. Allerdings wird auch in der Regierung noch heftig über die Umsetzung des Projekts diskutiert, wann es soweit ist, steht bis dato noch in den Sternen.

Von einem Polizisten dagegen stammt ein simpler, aber effektiver Vorschlag. Die Bänke auf dem Bahnhofsvorplatz sollten einfach abmontiert werden. Reisende nutzen diese schon lange nicht mehr und für die unerwünschte Klientel werde der Platz damit deutlich an Attraktivität verlieren.