In jeder Stadt gibt es die so genannten VIPs, die im Falle einer Observation einiges auf dem Spiel stehen haben. Nicht immer hat es gute Konsequenzen, wenn sie einer Straftat überführt werden, dunkle Geschäfte aufgedeckt oder ein Ehebruch bekannt gemacht würden. Für die Detektive, die die Observation vornehmen, gilt hier das oberste Prinzip der Diskretion. Keinesfalls darf die Observation in Pressekreisen bekannt werden; man sieht ja beim jüngst bekannt gewordenen Fall von Oskar Lafontaine, was das für Wellen schlagen kann. Der leiseste Hauch einer falschen Verdächtigung hätte hier weitreichende Folgen, nicht nur für den Detektiv, sondern auch für den Ruf einer bekannten Person. Bekannt ist man im Dorf schon als Gemeinderat, in der Stadt als Wirtschaftsboss oder Politiker, überregional als Musiker, Schauspieler oder einfach eine Person des öffentlichen Lebens.
Für den Detektiv darf es eigentlich keinen Unterschied machen, ob nun die Zielperson der Observation eine berühmte Person oder der Herr X aus Y ist. Sorgfalt muss er bei jeder Ermittlung anwenden, auch wenn es sicher spannend ist, in das Leben des Moderators, des Filmstars oder des Bundestagsabgeordneten einzutauchen, um an die Ermittlungsergebnisse zu kommen. So sehr, wie manche VIPs von Bodyguards abgeschottet werden, bringen die Bemühungen der Detektive nicht immer den gewünschten Erfolg bei der Observation. Man hat aber schon von Zimmermädchen, Security Personal oder Presseleuten gehört, die im eigentlichen Leben der Arbeit des Detektivs nachgehen. Eine solche undercover ausgeführte Observation ist nicht ganz ohne Risiko und kann durchaus auch negative Folgen haben. Ist man aufgeflogen, ist das nicht nur vor Kollegen blamiert, man verliert auch einen guten Auftraggeber.
