Ermittlungen gegen Geschäftsführerin der Handwerkerschaft

Juni 2nd, 2010 · No Comments

Die Geschäftsführerin der Osteroder Kreishandwerkerschaft ist nun ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Sie soll ihr Haus mit Hilfe von Schwarzarbeitern renovieren lassen haben. Die Staatsanwaltschaft Osterode will nun prüfen, ob ein Straftatbestand vorliegt und hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Das erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hugo Heimgärtner bereits am 25.06.2010.

Der Landkreis hat indes die Schwarzarbeit schon als solche erkannt und ein Bußgeld von 7.500 Euro für die Geschäftsführerin, sowie Bußgelder zwischen 1.000 und 2.500 Euro für die Schwarzarbeiter verhängt. Zusätzlich zu den Bußgeldern müssen die Betroffenen noch Verwaltungsgebühren zahlen, die ebenfalls in nicht unerheblicher Höhe auftreten.

Die Geschäftsführerin der Osteroder Kreishandwerkerschaft ließ ihr Haus von einem Malermeister und drei Gesellen streichen, ohne dass deren Chef davon wusste. Demzufolge wurden auch keine Sozialabgaben abgeführt. Die mittlerweile 61-Jährige, die schon seit mehr als 20 Jahren die Geschicke der örtlichen Kreishandwerkerschaft leitet, hat in der Öffentlichkeit schon oft die Schwarzarbeit an den Pranger gestellt.

Nachdem anonyme Hinweise auf ihre eigene Verstrickung in einen solchen Fall bei der Kreishandwerkerschaft eingingen, wurde die Geschäftsführerin beurlaubt. Sie selbst gibt sich betont naiv: Sie hätte nicht gewusst, dass das, was sie tat, ein Fehler war und hätte sie es gewusst, hätte sie so nicht gehandelt, wird sie zitiert.

Fraglich bleibt nun, wie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausgehen und wie sich die Kreishandwerkerschaft Osterode von diesem Skandal erholen wird. Für deren Ruf nämlich ist ein solcher Fall alles andere als positiv zu werten. Vielmehr wird das Vertrauen der Kunden in die örtlichen Handwerker durch solche Fälle immer wieder deutlich geschwächt.