Ermittlungen der US-Behörden gegen AIG eingestellt

Mai 27th, 2010 · No Comments

Der einst weltgrößte Versicherer AIG musste in den vergangenen zwei Jahren scharfe Ermittlungen der US-Bundesbehörden über sich ergehen lassen. Selbst das amerikanische FBI, das vielen hierzulande aus zahlreichen Krimiserien bekannt sein dürfte, nahm an den Ermittlungen teil. Die Suche galt vor allem der Finanzsparte des Unternehmens.

Die Ermittlungen gegen die Manager von AIG wurden durch riskante Wertpapiergeschäfte ins Leben gerufen. Dabei hieß es, dass die Manager ihre Investoren dahingehend getäuscht hätten, dass sie ihnen Verluste aus riskanten Wertpapiergeschäften und Versicherungen versprachen. Seit vergangenem Mittwoch, dem 19.05.2010 liegt eine Erklärung der Anwälte der betroffenen Manager vor, dass die Ermittlungen mittlerweile abgeschlossen seien. Eine Anklage wurde nicht formuliert.

Man ging allerdings lange Zeit davon aus, dass solche unlauteren Machenschaften der Manager gegenüber den Investoren das Unternehmen bereits im September 2008 sehr stark schädigten. Die Schäden waren so gravierend, dass AIG ohne die staatlichen Hilfspakete nicht überlebt hätte. Bis dato flossen dem Unternehmen 182 Milliarden US-Dollar zu. Seither gehört es der US-amerikanischen Regierung sogar mehrheitlich.

Ob weitere Ermittlungen folgen werden, die vielleicht mehr Licht ins Dunkel bringen, bleibt jedoch fraglich. Denn wirklich aufgeklärt werden konnten die Vorwürfe bis heute nicht. Derzeit wird darüber gemunkelt, verdeckte Ermittler oder auch Privatdetektive mit dem Fall zu betrauen. Diese können sich heimlich in das Unternehmen einschleusen und an prekäre Daten gelangen, was den Bundesbehörden nicht so einfach möglich ist. Ob diese Gerüchte allerdings wahr sind oder es sich tatsächlich nur um Gerüchte handelt, bleibt jedoch unklar, so dass es abzuwarten gilt, was die Zukunft bringen wird.