Kinder sind abenteuerlustig, stellen alles mögliche an und wollen vor allem eines: Immer unterhalten werden. Detektiv zu spielen und manchen Tatort nach Polizeimanier zu untersuchen, macht nicht nur den Jungs einen Heidenspaß, sondern lässt auch die Mädchen die Puppen im Häuschen vergessen. Da treffen sich alle Kinder der Nachbarschaft, die Fantasie wird angekurbelt und schon wird ermittelt, was das Zeug hält. Eltern, die nicht wollen, dass die Kleinen da draußen an der frischen Luft überaus nass oder schmutzig werden, sollten für die richtige Kleidung sorgen. Richtig coole Gummistiefel, mit denen man sich in der High Society der Mini Detektive durchaus sehen lassen kann, findet man beispielsweise im Netz. Natürlich ist ein quietschegelbes Regencape nicht unbedingt das, was toll aussieht. Außerdem muss die Mama doch wissen, dass ein Detektiv so gut, wie nur möglich, getarnt sein muss.
Eindeutig aufgeflogen sind die Kleinen aber dann, wenn sie bei ihrer Observation vergessen, dass Gummistiefel nasse Fußabdrücke, oder noch schlimmer, schmutzige Schlammspuren auf dem Weg über den weißen Teppich, zwischen Haustüre und Süßigkeiten-Schrank im Wohnzimmer, hinterlassen. Aber schließlich braucht man auch eine Stärkung, bevor man weiter die harten Ermittlungen in der Nachbarschaft verfolgt.
Nach dieser Phase hören die eigenen Ermittlungen meistens auf, immerhin wird man ja mit 12 schon fast erwachsen. Da sieht man sich lieber den Detektiv Conan auf de.wikipedia.org/wiki/Detektiv_Conan an. So könnte man hier sehr gut die einzelnen Charaktere nachspielen und weiter auf Ermittlungstour gehen. Doch dies unterbleibt nun – eigentlich schade. Viel lieber spielt man jetzt Spiele am PC, besucht den Zeitschriftenhändler, bei dem es die Manga Comics zu kaufen gibt oder leiht sich den Film aus, der den schlauen Ermittler und seine Freunde ins mittlerweile zum Jugendzimmer umbenannten Kinderzimmer bringt. So ganz heimlich würde man schon noch den Nachbar auf seinem Waldspaziergang observieren oder die Nachbarin im Haus nebenan ausspionieren, wo sie den frischen Apfelkuchen zum Abkühlen immer hinstellt. Aber bald ist man ja selbst Detektiv; dann kann man die richtig schweren Fälle übernehmen und muss sich nicht mehr mit Kleinigkeiten abgeben.
Für alle großen Jungs, die schon alt genug für den Computer sind, ist der Detektiv-Klub im Internet ein Treffpunkt, an dem man auf Gleichgesinnte treffen könnte. Loggt man sich hier in den Underground ein, bekommt man gleich seinen ersten Auftrag, natürlich in absolut geheimer Mission. Die Eltern müssen sich keine Sorgen machen, denn auf dieser Seite finden sich bestimmt keine echten Wirtschaftskriminellen, Drogendealer oder gar untreue Eheleute, gegen die ermittelt werden muss. Es sind spannende Fälle in absolut altersgerechter Schwierigkeit, die es hier zu lösen gilt. Dies ist besonders bei schlechtem Wetter und fehlenden Gummistiefeln ein toller Zeitvertreib; bei schönem Wetter ist natürlich die Arbeit an der frischen Luft zu erledigen. Vielleicht vermischen sich in der Fantasie die virtuelle Welt und die echten Ideen, was immer neue Möglichkeiten des Detektiv-Spielens schafft. Kinder, die mit solchen Anregungen aufwachsen, sind aufgeschlossen und erleben Dinge, die andere niemals als Erfahrungsschatz besitzen werden. Das Spiel mit der Fantasie, das Lesen von Büchern, das Erlernen des Umgangs mit dem PC und dem Internet: All dies ist wichtig für die Entwicklung.
Irgendwann sind die Träume der Jugend vorbei, man erwacht und bekommt es mit den harten Fakten des Lebens zu tun. Der Traum von spannenden Fällen mit rasanten Verfolgungen, millionenschweren Auftraggebern und Observationen in den schwierigsten Situationen zerplatzt sehr schnell, wenn sich die Jugendlichen einmal mit dem realen Berufsbild Detektiv auseinander gesetzt haben. So wie hier gibt es einige Internetseiten, die Aufschluss darüber geben, was ein moderner Detektiv für Voraussetzungen mitbringen muss, um erfolgreich, aber auch zufrieden mit dem Job durchs Leben kommen zu können. Viele Jungs und Mädchen geben ihren Traum auf und entscheiden sich dann doch lieber für einen anderen Beruf.
