Sicherheitstechnik in der Villa

Oktober 6th, 2009 · No Comments

Als Abgesandter in Sachen Sicherheitstechnik fahren wir zu den Interessenten, um sie vor Ort zu beraten. Das Haus oder die Wohnung der Menschen werden auf Sicherheitslücken überprüft, danach bekommen sie ein Angebot, was alles zu tun wäre, und was dadurch verhindert werden kann. In einer Villa am Stadtrand war ich auch einmal in dieser Mission unterwegs. Der Hausherr öffnete mir die Türe, als ich pünktlich klingelte. Dass hier Wohlstand herrschte, sah man auf den ersten Blick. Das Haus war alt, an manchen Stellen renovierungsbedürftig. Eben im Zuge dieser Renovierungen sollte auch die Sicherheit in Ordnung gebracht werden.

Ich wies den Herrn des Hauses auf das alte Schloss in der Haustüre hin, ebenso auf die Fenster aus dem letzten Jahrhundert, die sogar ich in wenigen Sekunden hätte aushebeln können. Meine Frage, wo denn Geld und Wertsachen aufbewahrt würden, beantwortete der Mann mit einem verlegenen Lächeln. Also kein Tresor im Haus. Auf dem Laptop zeigte ich dem Herrn die neuesten Fenster, die sehr einbruchssicher waren. Auch über eine Videoüberwachung, eine Alarmanlage und einen Tresor beriet ich ihn.

Er wollte eine Nacht darüber schlafen, ich sollte am nächsten Tag noch einmal kommen. Er hatte auch wirklich einen Entschluss gefasst. Der Tresor war schon so gut wie bestellt. Die Alarmanlage, mit Weiterschaltung zur Polizei, wollte er sich auch installieren lassen. Lediglich die Videoüberwachung lag ihm im Magen. Er dachte, die Videobilder würden ebenfalls an uns oder an die Polizei übertragen und das wollte er nicht. Ich erklärte ihm, dass die Kamera ja nur gewisse Bereiche aufnimmt, und nur dazu dient, um im Falle eines Falles Bilder von Einbrechern oder Vandalen liefern zu können. Er bestellte auch diese Videoanlage. Wenn nur alle Menschen so verantwortungsbewusst mit dem Thema Sicherheit im eigenen Haus umgehen würden. Sicher kostet diese Ausrüstung den Mann einiges Geld. Aber zumindest kann er ruhig schlafen.