Ich nutze mein Auto immer privat und beruflich. Wir haben keine Dienstwägen, sondern rechnen die Kilometer über die Spesen mit ab. Ein Auto, das ich mir kaufe, muss vor allem eins sein: Belastbar und zuverlässig. Mein alter Kombi hatte über 300.000 Kilometer drauf, er musste mal ausgetauscht werden. Meine Frau und ich bummelten also an einem freien Tag etwas durch die Autohäuser, um einen Überblick über die Angebote, was Leistung, Ausstattung und Preise der verschiedenen Anbieter betraf, zu bekommen. Auch im Internet informierten wir uns. Das Ersparte sollte reichen, wir wollten keine Schulden machen. Außerdem wollte ich ein nicht sehr auffälliges Auto, einen Allerweltswagen eben. Man fährt ja doch einmal hinter einem zu observierenden Menschen her, da macht es sich nicht so gut, wenn man ein Auto fährt, das sich von der breiten Masse abhebt.
Nach einigen Überlegungen fiel die Entscheidung. Wieder ein Kombi, diesmal in Dunkelblau, und als Turbodiesel. Nach der Probefahrt war ich mir sicher, dieses Fahrzeug würde jeder Situation gerecht werden, aber auch für die Familie die geeignete Kutsche abgeben. Auch meine Frau konnte sich vorstellen, mit dem Auto einmal einkaufen zu fahren, da er nicht größer war, als der Vorgänger.
Auch die Innenausstattung wird in meinen Autos immer etwas mehr beansprucht, als in anderen. Bei den Wartezeiten wird gegessen, getrunken, gebröselt und gekleckert. Ich habe schon mehr Becher Kaffee im Auto verschüttet, als im Büro ausgetrunken, da bin ich mir sicher. Also abwaschbare Sitze. Aber Leder? Im Sommer heiß, im Winter kalt, wenn man Stunden im Fahrzeug sitzt. Nach einer Beratung beim Verkäufer war aber auch das Thema erledigt. Besondere Sitzbezüge sollten die originalen Sitze sauber bleiben lassen.
Nun hat der neue Wagen schon wieder fast 50.000 Kilometer drauf, und das in etwas mehr, als einem Jahr. Es hilft nichts. So, wie ich immer ein Fahrtenbuch führen muss, solange ich arbeiten gehe, wird das Auto auch immer ein Gebrauchsgegenstand und Arbeitswerkzeug bleiben.
