Detektiv: Die Spesen zahlt der Klient

Oktober 21st, 2009 · No Comments

In der Zeit in der ich ermittle, muss ich auch manchmal Geld für die unterschiedlichsten Sachen ausgeben. Wenn ich zum Beispiel viel mit dem Auto unterwegs bin, fallen Spritkosten an. Auch ein Essen oder ein Kaffee zwischendurch, oder ein nicht geplanter Kinobesuch, um jemanden beschatten zu können, fallen manchmal an. Für solche Kosten sind immer die Klienten verantwortlich. Natürlich muss man beim Geldausgeben auch aufpassen und zum Beispiel nicht in das teuerste Restaurant gehen, sondern auch mal in die Imbiss-Bude daneben. Auch Ehrlichkeit gehört dazu. Ich kann nicht einfach irgendwelche Dinge auf meinen Spesenzettel schreiben und Geld kassieren, das ich nicht bekommen dürfte.

Ob mein Unternehmen mit den Klienten Tagessätze vereinbaren, oder meine Spesenzettel quasi durchreichen, weiß ich nicht. Als ich noch selbstständig war, habe ich immer mit den Kunden vorher vereinbart, wie die Spesen abgerechnet werden sollen. Der eine war bereit, einen höheren Tagessatz zu zahlen, da waren die Spesen dann inbegriffen, außer es handelte sich um größere Ausgaben, die man vorher nicht einschätzen konnte. Andere Klienten wollten volle Kostenübersicht und eine detaillierte Abrechnung. Jeder bekam die Abrechnung, wie er sie wollte.

Vom ersten Tag weg hatte ich mir geschworen, mich hier niemals unrechtmäßig zu bereichern. Im Sinne eines gut geführten Unternehmens kann so etwas nicht sein. Da ist es egal, ob ich der Chef bin, oder für einen Unternehmer arbeite. Fair und korrekt halte ich nach, was ich ausgegeben habe, wie viele Kilometer ich gefahren bin. Alles weise ich durch Kassenbelege, Quittungen oder das Fahrtenbuch nach. Mir wird nie jemand den Vorwurf machen können, dass ich mich unrechtmäßig bereichert hätte. Ehrlich währt am längsten, denke ich.