Entries Tagged as 'Ermittlungen'

Ermittlungen in der Schule

November 17th, 2009 · Comments Off

Die Zeichen der Zeit machen es leider auch erforderlich, dass speziell ausgebildete Detektive ihre Ermittlungen auch an den Schulen durchführen. Hierzu gehört es zum Beispiel, dass Blaumacher aufgespürt werden. Morgens um acht Uhr erscheinen die Detektive beim Direktor. Dann liegt bereits eine Liste der Schüler vor, die fehlen, ohne dass die Eltern eine telefonische Krankmeldung abgegeben haben. Diese Schüler werden dann zu Hause besucht, oder in der Stadt, an einschlägig bekannten Orten, wie zum Beispiel Kaufhäusern oder Einkaufszentren, aufgesucht. Sie werden mitgenommen und zum Unterricht gebracht. Die vielen Geschehnisse, wie Ermordungen und Vergewaltigungen von Schülern, aber auch das Erfüllen der Schulpflicht steht hinter diesen Ermittlungen. Die Lehrer sind zu beschäftigt, um dies alles als ihre Aufgabe ansehen zu können und auch die Polizei hat wichtigere Dinge zu tun.

Ermittlungen werden auch in Auftrag gegeben, wenn sich Diebstähle innerhalb eines Schulgeländes anhäufen. Bestimmt gibt es schon bald Verdächtige, die dann überführt werden, oder deren Unschuld bewiesen wird. Zum Teil gehört auch Mobbing zum Aufgabengebiet der Detektive, die von den Schulen engagiert werden. Alles, was mit unrechten, regelwidrigen Dingen zu tun hat, fällt dann in deren Zuständigkeit.

Leider ist das Thema Amoklauf in der Schule auch nicht mehr auf die leichte Schulter zu nehmen. Sollte ein Schüler unbedacht die Äußerung tätigen, dass er etwas in dieser Richtung plant, könnten die schulischen Ermittlungen hier im Vorfeld eine solche Tat verhindern. Leider ist es noch nicht an allen Schulen eine feste Institution, dass die Ermittlungen in alle Richtungen, vom eher harmlosen Blaumachen bis zu einer geplanten großen Straftat,  durch Detektive durchgeführt werden.

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Ermittlungen im eigenen Ort

Oktober 30th, 2009 · Comments Off

Ermittlungen im eigenen Wohnort sind für einen Detektiv nicht so leicht, vor allem, wenn es ein eher kleineres Städtchen ist, in welchem man persönlich gut bekannt ist. Nur in einigen wenigen Fällen bringt es Vorteile, wenn man die richtigen Leute kennt und nicht erst lange nach ihnen suchen muss. Meistens ist es eher der Fall, dass man besser seiner Arbeit nachgehen kann, wenn man als völlig fremde Person absolut unauffällig und unerkannt agieren kann. Eine zu observierende Person wird einen bekannten Menschen sicher eher registrieren und seine Arbeit auffliegen lassen, als dass er einen fremden Detektiv überführen würde.

Ermittlungen gegen eine Person vorzunehmen, die man kennt, ist zudem schwieriger, als handelt es sich um fremde Menschen. Im Bekanntenkreis einem Fall von Untreue, Schwarzarbeit oder anderen Dingen auf den Grund zu gehen, kann den Detektiv vor Gewissenskonflikte stellen. In der Natur des Menschen liegt es nun einmal, nahe stehenden Menschen nicht schaden zu wollen. Muss man sich zwischen seiner pflichtgemäßen Arbeit und dem Wohl eines Freundes, Nachbarn oder auch nur flüchtigen Bekannten entscheiden, würde man gerne ein Auge zudrücken, was aber zur Folge hätte, dass man Probleme mit Chef und Auftraggeber bekommen würde.

Für solche Fälle ist es gut, auf ein bundesweites Netz an Detekteien zugreifen zu können. Ist man in einen Fall persönlich involviert, kann man die Gewissensbisse vermeiden, indem man den Fall einfach offen und ehrlich abgibt. So sind die Ermittlungen nicht von persönlichen Gefühlen beeinträchtigt, und man muss sich weder vom Chef noch vom Bekannten vorwerfen lassen, nicht im Sinne des Berufes gehandelt zu haben.

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Schwarzarbeit geht mich nichts an?

Oktober 27th, 2009 · Comments Off

Viele Menschen sehen und hören weg, wenn es um Schwarzarbeit in den eigenen Freundes- oder Familienkreisen geht. Auch viele Angestellte unternehmen nichts, auch wenn der Chef einige Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß angemeldet hat. Sie haben Angst um ihren eigenen Job, und sehen deshalb lieber über die Unrechtmäßigkeit hinweg.

Wenn ich in Sachen Schwarzarbeit unterwegs bin, dann hat mich das Ganze sehr wohl zu interessieren. Auch ich mache mich privat nicht zum Richter, äußere aber klar meine Meinung darüber, dass ich das nicht in Ordnung finde. Jeder, der seine Steuern ordentlich zahlt, muss die Ungerechtigkeit in Kauf nehmen, dass sich hier Chefs und Arbeiter Vorteile verschaffen, die ihnen nicht zustehen. Das sage ich auch laut, auch wenn ich mich damit bei Freunden schon unbeliebt gemacht habe.

Eine Ermittlung in Sachen Schwarzarbeit gibt zum Beispiel das Arbeitsamt in Auftrag. Auch ein Chef, der vermutet, dass sein Angestellter nebenbei noch Geld verdient, und deswegen einige Tage fehlt, zu spät kommt oder nicht ausgeschlafen ist, lässt manchmal in diese Richtung ermitteln. Sehr oft sind es aber Rentner, Hartz IV Empfänger oder Ausländer, die sich auf Baustellen, als LKW Fahrer oder in vielen anderen Berufen oder Hilfsarbeiten beim Schwarzarbeiten erwischen lassen.

Viele ertappte Menschen haben schon versucht, mich davon abzuhalten, die Sache zu melden. Da ich denke, dass wir in einem Sozialstaat leben, in dem jeder ein Auskommen haben kann, auch wenn es nur wenig Arbeitslosengeld II ist, bin ich hier aber rigoros. Der Auftraggeber bekommt die Informationen, die ich ermittelt habe. Ob sie nun positiv oder negativ ausfallen, ist mir in dieser Sache egal.

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Geduld bei den Ermittlungen

Oktober 15th, 2009 · Comments Off

Ich arbeite schon eine lange Zeit als Detektiv. Die Stunden, die ich während meiner Ermittlungen warten musste, stehen auf einem ganz besonderen Konto. Man muss trotzdem wach und konzentriert bleiben, denn in jeder Minute, in jeder Sekunde kann etwas Neues passieren. Es kann aber auch sein, dass ein Mensch, den man observiert, den ganzen Tag zu Hause bleibt. Das kann man vorher nie wissen. Diese Stunden des Wartens erfordern eine Menge Geduld und Durchhaltevermögen.

Ein Auftrag in meiner Laufbahn war es, den ganzen Tag eine Frau zu observieren, gegen die der Verdacht bestand, dass sie mit Drogen handelt. Man stellt sich diese Arbeit leicht vor, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich musste immer hoch konzentriert sein, sie einmal mit dem Auto, einmal zu Fuß verfolgen. Und das aber immer so unauffällig wie möglich. Auf die Kanne Kaffee von zu hause kann ich bei dieser Arbeit nicht verzichten. Sie hält mich bei der Stange. Ich folgte der Verdächtigen also den ganzen Tag lang. Und wenn sie vorgehabt hätte, um die Welt zu reisen, hätte ich hinterher fahren, fliegen oder laufen müssen.

Der ganze Tag war ziemlich ruhig, sie war einkaufen, im Freibad und auf einem Kaffeeklatsch mit einer Freundin. Mir war schon fast langweilig, bis sie am Abend das Haus noch einmal verließ, um mit dem Auto zum Bahnhof zu fahren. Ich hoffte, sie würde jetzt nicht einfach mit dem Zug wegfahren. Aber nein, es sollte anders kommen. Es traf ein, wie alle es vermutet hatten. Ich verfolgte sie unauffällig bis zu einem Ort, der wenig besucht war. Sie traf sich dort mit einem Mann; dem überreichte sie ein kleines Päckchen und bekam dafür ein paar Geldscheine in die Hand gedrückt. Davon machte ich ein paar Beweisfotos und ging damit zum Auftraggeber, ihrem ehemaligen Mann. Der wollte das Sorgerecht für die Kinder. Er informierte die Polizei. Diese verhaftete die Frau noch am selben Abend. Sie würde unter diesen Umständen das Sorgerecht verlieren, aber das ist gut, denn Kinder sollten nichts mit Drogen zu tun haben. Meine Arbeit war getan und ich fiel später todmüde in mein Bett. Die Geduld hatte sich wieder einmal ausbezahlt.

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Spesenbetrug in größerem Rahmen

Oktober 6th, 2009 · Comments Off

Viele Dinge aus dem Bereich Wirtschaft oder Arbeitsrecht fallen in unsere Ermittlungsarbeiten. So überprüfen wir zum Beispiel auch, ob Spesen im Sinne des Arbeitgebers abgerechnet werden, oder ob der Angestellte eher in die eigene Tasche wirtschaftet. Hat ein Arbeitgeber diesen Verdacht, wendet er sich an eine Detektei, weil er selbst kaum überprüfen kann, was nun von den Informationen stimmt, und was nicht.

Im Falle eines Handelsreisenden, der auf Umsatzbeteiligung arbeitete, stellte sich auch wirklich schon nach kürzester Zeit heraus, dass er log, wo er nur konnte. Mühsame Recherche, war erforderlich, denn ich musste seinen Lebensstil unterwegs beobachten, und zum Schluss wurde mit seiner Abrechnung verglichen. Beim Tanken des Firmenwagens fing es schon an. Ein Reservekanister wurde gefüllt und mit nach Hause genommen. Der Sprit landete im privaten Fahrzeug. Konstant bei jeder Tankung wurden so also fünf Liter Benzin auf Firmenkosten mitgenommen.

Noch anstrengender war es, die Essen mit den Kunden zu überprüfen. Das hatte der Mann schlau angestellt. Er ging in ein Restaurant, bestellte sich einen Kaffee, suchte nach einer Gelegenheit, einen Bon einzustecken, bezahlte seinen Kaffee und ging wieder. Den Kaffee bezahlte er aus eigener Tasche, aber die geklaute Quittung rechnete er über die Spesen ab. Der Chef hatte ausdrücklich nichts dagegen, mit einem Kunden essen zu gehen, wenn daraus ein lukratives Geschäft entstand. Aber das war zu viel.

Als die Monatsabrechnung des Außendienstmitarbeiters vorlag, wurde ich zu einer Zusammenkunft gerufen. Der Mann stutzte, als er mich sah, er konnte sich scheinbar doch an mich erinnern. Ich war ihm eine Woche wie ein Schatten gefolgt, wo immer er unterwegs war. Der Chef legte ihm meine Abrechnung und die Fotobeweise vor, auch die Abrechnung des Angestellten lag auf dem Tisch. Der Mann hat seine Kündigung erwartet, aber nicht bekommen. Er erhielt die Chance, weiter zu arbeiten, und jeden Monat einen Teil der unterschlagenen Summe zurück zu zahlen. Dennoch musterte mich der überführte Betrüger mit finsteren Blicken. Ab jetzt gab es nämlich nur noch zehn Euro Spesen am Tag und ein Fahrtenbuch mit genauer Kontrolle des Spritverbrauchs.

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Ermittler im TV

Oktober 6th, 2009 · Comments Off

Ob manche Zuschauer eigentlich wissen, wie wenig unser Beruf und die Serien im TV miteinander zu tun haben? Egal, ob es sich um die Reality Serien oder die US-Serien handelt, oder ob es deutsche Produktionen, wie „Ein Fall für zwei“ sind: Die Detektive, die hier am Werke sind, sind zwar immer sympathisch und nett, auch die Spannung in den Serien ist nicht schlecht. Aber mit dem wirklichen Berufsbild hat das nichts zu tun.

Niemand, der ein seriöser Detektiv sein möchte, liefert sich jeden Tag wildeste Rallyes durch die Straßen einer Stadt, um Mörder, Erpresser und Entführer zu jagen und sie der Polizei zu übergeben. Sicher arbeiten auch wir manchmal für Anwälte, nur eben weit weniger spektakulär. Auch das Thema Waffe wird bei uns weit vorsichtiger behandelt. Keiner von uns hat seine Waffe immer am Mann. Sie wird nur auf ausdrückliche Anweisung mit zu einem Einsatz genommen. Ansonsten ist sie gut verschlossen und für niemanden zugänglich. Alleine, wenn man sich ausrechnet, was alles passieren kann, wenn sich ein Mensch durch die Waffe provoziert fühlt, ist die Konsequenz nicht auszudenken. Unnötiges Risiko wird niemals eingegangen, ob nun auf einer Observation, bei Ermittlungen oder auf einem Security Einsatz.

Was mir aber am meisten ein Dorn im Auge ist, sind die Typen, die die Detektive im TV immer sind. Ob Monk oder Magnum: Alles sind irgendwelche kauzigen, knurrigen und komischen Charaktere, die zwar in die Herzen der Zuschauer fliegen, aber nichts mit der Realität zu tun haben. Keiner von uns ist irgendwie besonders. Jeder hat ein Privatleben mit Ehefrau oder Freundin, Kindern, Haus oder Wohnung. Wir alle sind ganz normale Menschen, wie die Büroangestellten, Maurer, und anderen Leute auf dieser Welt. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Auch mit den alten Krimis ist kein Vergleich. Ich bin Detektiv, rauche aber weder Zigarren noch Pfeife, trage keinen Trenchcoat und habe kein Glasauge. Dieses Klischee hält sich dennoch hartnäckig, was nicht immer ein Vorteil für uns ist. Jeder Außenstehende hält uns für kettenrauchende Raser, die mit der Knarre im Anschlag durch die Städte rauschen, um der Polizei ein Schnippchen zu schlagen.

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Ermittlungen: Vermisste Kinder

Oktober 6th, 2009 · Comments Off

Wenn ein Auftrag herein flattert, bei dem es um vermisste Kinder geht, bin ich schon vor Beginn der Ermittlungen nervös und habe ein mulmiges Gefühl. Es ist nicht leicht, den Eltern gegenüber zu treten, die so voller Schmerz sind, so voller Angst, dass dem Liebsten auf der Welt etwas passiert sein könnte. Wir arbeiten an solchen Fällen immer auf Hochtouren und natürlich in Zusammenarbeit mit der Polizei. Manche Eltern wollen uns als zusätzliche Ermittler, weil sie befürchten, die Polizei könnte sich nicht voll auf die Angelegenheit konzentrieren.

Vermisste Kinder gibt es aus verschiedenen Gründen. Manchmal sind Jugendliche nach einem Streit aus dem Elternhaus abgehauen. Sie landen als Straßenkids irgendwo in Deutschland, ja sogar im Gebiet der EU. Nicht selten bekommen sie es mit den falschen Menschen zu tun, geraten an Drogen und Alkohol, kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Eine solche Fährte aufzunehmen, ist nicht leicht. Nicht immer gibt es Hinweise, in welcher Stadt sich die Kids aufhalten. Allerdings ist hier auch nicht sicher, dass das Auffinden der Jugendlichen die Probleme löst. Oft sind sie am nächsten Tag wieder verschwunden, weil sie mit den Eltern eben nicht klar kommen. Das Jugendamt bietet hier Anlaufstellen für die Eltern und die Kinder. Betreutes Wohnen und viele andere Möglichkeiten stehen dem Leben auf der Straße gegenüber. Aber um das anbieten zu können, müssen die Jugendlichen zunächst einmal gefunden werden.

Nach einer Trennung nimmt eines der Elternteile die Kinder oft einfach mit an seinen neuen Wohnort, oder, noch schlimmer, mit ins Ausland. Der Vater oder die Mutter, die dann zurückbleiben, sind sehr verzweifelt. Auch hier haben wir nicht immer Erfolg mit unseren Ermittlungen. Es ist nicht gesagt, dass die Kinder zurück kommen werden. Manche Länder machen es den Behörden schwer, hier selbst entschiedene Sorgerechtsfragen durchzusetzen. Was bleibt, ist der Trost, dass dem Kind wenigstens keine Gewalt angetan wurde. Die Angst, mit einem toten Kind konfrontiert zu werden, begleitet jeden Einsatz, bei dem es um vermisste Kinder geht.

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