Entries from Juni 2010
In Österreich werden Nebenjobs teilweise verboten
Juni 8th, 2010 · Comments Off
Am 01. Juni diesen Jahres sind die neuen Regelungen in Österreich in Kraft getreten. So dürfen die Mitarbeiter, die im Heeresgeheimdienst tätig sind, dazu zählen das Heeresnachrichtenamt und das Heeresabwehramt, nicht mehr nebenberuflich als Detektive arbeiten. Das Ganze betrifft etwa 100 Mitarbeiter, denen auch Beratungsleistungen und Sicherheitsanalysen in nebenberuflicher Tätigkeit untersagt werden. Weitere Verbote wurden für die Jobs in der Kommunikationselektronik, im Sprengungs- und Waffengewerbe, sowie im Inkasso-Sektor ausgesprochen.
Der Verteidigungsminister Norbert Darabos, der der Partei SPÖ angehört, erklärte die Regelungen in einem Interview so, dass diese Mitarbeiter mit sehr sensiblen Daten vertraut sind. Würde man sie diverse Nebenjobs in den genannten Bereichen ausüben lassen, so müsse man befürchten, dass die Mitarbeiter unter Verdacht geraten, ihr Amt zu missbrauchen. Um dies von vornherein auszuschließen, sollten Nebenberufe in genannten Bereichen künftig verboten werden. Es gäbe zudem die Notwendigkeit, ähnliche Regelungen auch für die Polizei einzuführen.
Entbrannt ist die Diskussion um die Tätigkeit als Detektiv von Geheimnisträgern des Staates schon im Dezember 2009. Damals gab es diverse Untersuchungen in Justiz- und Spitzelaffären und schon zu jener Zeit wurde gefordert, dass Beschäftigungseinschränkungen ausgesprochen werden müssten.
Im Innenministerium, genauer aus dem Büro von Maria Fekter, die der ÖVP angehört, hieß es, dass künftig auch entsprechende Regelungen für die Polizei Österreichs gelten sollten. Wie genau diese aussehen, wann sie in Kraft treten und ob sie überhaupt schon soweit sind, um zum Beschluss gebracht zu werden, bleibt jedoch offen. Hier heißt es, abzuwarten. Die Detektivbranche sieht das Ganze mit gemischten Gefühlen. Einerseits versteht man die Befürchtungen der Regierung, andererseits will man aber auch auf die gut geschulten Detektive, die eine Ausbildung zum Polizisten erhielten, nicht verzichten.
Tags: Detekteien
Ermittlungen gegen virtuelle Räuber
Juni 5th, 2010 · Comments Off
In Finnland kam es in diesen Tagen zu einem virtuellen Raub. Dabei entwendeten die Diebe Passwörter und Zugangsdaten zur Community „Habbo Hotel". Diese bringt vor allem Jugendliche zusammen, die sich dort austauschen und ein „Zimmer" nehmen können. Gegen eine Gebühr können sie ihr Zimmer mit Möbelstücken einrichten. Die Diebe haben nun die virtuellen Möbelstücke nach dem Datendiebstahl an sich genommen. Der Schaden kann noch nicht genau beziffert werden, ersten Angaben zufolge soll er für einige der Jugendlichen aber immens sein.
Die finnische Polizei hat jetzt die Ermittlungen in diesem Fall eingeleitet und entsprechend mehrere Wohnungen durchsucht und Computer beschlagnahmt. Eindeutige Täter konnten bisher noch nicht ermittelt werden und die Täter dachten vermutlich auch, dass sich bei einem virtuellen Raub kaum echte Ermittlungen ergeben würden. Die Polizei in Helsinki sieht dies jedoch anders und setzt derzeit alles daran, die Hacker dingfest zu machen und den virtuellen Besitz zurückzugeben.
Für alle anderen Länder ist der Fall beispielhaft, da bei einem solchen Diebstahl bisher noch nicht ermittelt wurde. Nun ist aber klar, dass auch Cyber-Diebstahl sich nicht lohnt. Alleine der Datenklau ist schon unrechtens. Das Einhacken in fremde Computer und Ausspähen persönlicher Daten, wie Passwörter und Benutzernamen ist bisher nur aus anderen virtuellen Bereichen, insbesondere dem Onlinebanking bekannt gewesen. Nun werden auch im Web Besitztümer gestohlen, die vorher mit echtem Geld bezahlt wurden.
Für Datendiebe sollte dies ein Warnschuss sein, denn die Justiz sieht das Internet längst nicht mehr als rechtsfreien Raum an, sondern leitet auch in diesem Bereich Ermittlungen gegen die Diebe ein.
Tags: Ermittlungen
Diese Alarmarten kann eine Alarmanlage auslösen
Juni 2nd, 2010 · Comments Off
Alarmanlagen sollen die Sicherheit im eigenen Haus erhöhen. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Alarmarten, dem Externalarm, dem Internalarm, dem Fernalarm und dem Falschalarm. Welcher Alarm in welcher Situation der Richtige ist, muss allerdings ein Jeder für sich selbst entscheiden.
Beim Externalarm werden in der Regel zwei akustische Signalgeber ausgelöst. Diese können nicht nur die Nachbarn aufmerksam machen, sondern ebenso den Einbrecher direkt vor Ort abschrecken. Hinzu kommt oft ein optischer Signalgeber, wie eine Rundumleuchte mit Blitzen. Auch sie dient der Abschreckung und soll Aufmerksamkeit erregen. Wichtig ist dabei, dass optische und akustische Signalgeber so installiert werden, dass sie vom Dieb nicht bzw. nur schwer erreicht werden können. Zudem ist es sinnvoll, den Externalarm mit einem Fernalarm zu koppeln, so dass der zuständige Sicherheitsdienst oder die Polizei automatisch benachrichtigt werden können.
Beim Fernalarm wird dieser der zuständigen Stelle gemeldet. In der Regel handelt es sich hierbei um Wach- und Sicherheitsdienste, die rund um die Uhr besetzt sind und sofort entsprechendes Sicherheitspersonal vor Ort schicken können. Neben dem reinen Alarm erfolgt eine Weiterleitung auch dann, wenn die Alarmanlage an- oder ausgeschaltet wurde und vieles mehr.
Beim internen Alarm geht es weniger um die Alarmierung eines Sicherheitsdienstes, sondern um die Benachrichtigung der im Gebäude befindlichen Personen. Sie können einen Alarm versehentlich ausgelöst haben, etwa, indem sie ein falsches Fenster geöffnet haben oder ähnliches. In diesem Fall handelt es sich um einen Fehlalarm, der nicht weitergeleitet, sondern mittels interner Signalgeber angezeigt wird. Durch Betätigen eines manuellen Alarmknopfes, kann der Alarm bei Berechtigung aber dennoch weiter geleitet werden.
Auch ein Fehlalarm oder Falschalarm kann bei einer Alarmanlage ausgelöst werden. Hierbei handelt es sich zumeist um falsch eingestellte Alarmanlagen, die immer wieder einen Fehlalarm auslösen. Dadurch verliert die Anlage ihre Glaubwürdigkeit und wird oft gar nicht mehr eingeschaltet. Der Schutz ist dann nicht mehr gegeben.
Tags: Sicherheit
Ermittlungen gegen Geschäftsführerin der Handwerkerschaft
Juni 2nd, 2010 · Comments Off
Die Geschäftsführerin der Osteroder Kreishandwerkerschaft ist nun ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Sie soll ihr Haus mit Hilfe von Schwarzarbeitern renovieren lassen haben. Die Staatsanwaltschaft Osterode will nun prüfen, ob ein Straftatbestand vorliegt und hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Das erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hugo Heimgärtner bereits am 25.06.2010.
Der Landkreis hat indes die Schwarzarbeit schon als solche erkannt und ein Bußgeld von 7.500 Euro für die Geschäftsführerin, sowie Bußgelder zwischen 1.000 und 2.500 Euro für die Schwarzarbeiter verhängt. Zusätzlich zu den Bußgeldern müssen die Betroffenen noch Verwaltungsgebühren zahlen, die ebenfalls in nicht unerheblicher Höhe auftreten.
Die Geschäftsführerin der Osteroder Kreishandwerkerschaft ließ ihr Haus von einem Malermeister und drei Gesellen streichen, ohne dass deren Chef davon wusste. Demzufolge wurden auch keine Sozialabgaben abgeführt. Die mittlerweile 61-Jährige, die schon seit mehr als 20 Jahren die Geschicke der örtlichen Kreishandwerkerschaft leitet, hat in der Öffentlichkeit schon oft die Schwarzarbeit an den Pranger gestellt.
Nachdem anonyme Hinweise auf ihre eigene Verstrickung in einen solchen Fall bei der Kreishandwerkerschaft eingingen, wurde die Geschäftsführerin beurlaubt. Sie selbst gibt sich betont naiv: Sie hätte nicht gewusst, dass das, was sie tat, ein Fehler war und hätte sie es gewusst, hätte sie so nicht gehandelt, wird sie zitiert.
Fraglich bleibt nun, wie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausgehen und wie sich die Kreishandwerkerschaft Osterode von diesem Skandal erholen wird. Für deren Ruf nämlich ist ein solcher Fall alles andere als positiv zu werten. Vielmehr wird das Vertrauen der Kunden in die örtlichen Handwerker durch solche Fälle immer wieder deutlich geschwächt.
Tags: Ermittlungen
