Entries from Oktober 2009
Oktober 6th, 2009 · Comments Off
Über manche meiner Einsätze in der Security darf ich nicht reden. Also muss ich meine Erzählungen etwas allgemein halten, um keine Firmeninterna zu verraten. Der Auftrag lautete, einen Politiker vom Flugzeug abzuholen. Die Waffen sollten mitgenommen werden, also handelte es sich wohl um eine wichtige Person, die wir zu zweit durch ihren Besuch in der Stadt begleiten sollten. Ja, man könnte sagen, der Herr war aus den Medien bestens bekannt. Er hatte einige Termine in der Stadt, wir sollten seine Schatten sein, bis er wieder wohlbehalten im Flieger saß. Eine gepanzerte Limousine war unser Fahrzeug. Bei einem solchen Auftrag steht man immer unter Strom. Es ist eine Mischung aus Stolz über das Vertrauen, das der Chef in einen setzt, aber auch Angst, etwas zu übersehen, etwas falsch zu machen. Dennoch lässt man sich eine solche Chance, sich zu bewähren, nicht entgehen.
Also waren wir pünktlich am Flughafen und am vereinbarten Treffpunkt. Der Mann reiste mit einem Assistenten. Die beiden Personen und ihr Gepäck nahmen wir natürlich gleich unter unsere Fittiche. Es gehörte auch zum Job, sie überall hin zu begleiten. Am Abend sollte dann pünktlich der Rückflug erreicht werden, dann war unsere Aufgabe erledigt. Die Waffen haben wir sehr selten dabei. Bis jetzt musste ich von meiner Schusswaffe auch nie Gebrauch machen. Ich gehe regelmäßig zum Training, nehme auch immer wieder an Schulungen teil. Dennoch bin ich froh, wenn ich das Schießeisen am Abend nach einem solchen Einsatz wieder in den Tresor in der Firma packen kann. Zuhause will ich die Waffe nicht haben, um meine Frau oder mein Kind nicht zu verunsichern. Das Thema wird auch weitestgehend ausgeklammert.
Der Herr nahm bis zum Abend, als er und sein Assistent sich verabschiedeten, kaum Notiz von uns. Im Auto telefonierte er, arbeitete etwas am Laptop. Bei den Terminen waren wir vor der Tür, während des Essens draußen im Auto, so dass wir den Tisch durch das Restaurantfenster sehen konnten. Wir handelten streng nach Anweisung des Klienten. Es passierte nichts. Auch den Flieger erreichten wir pünktlich auf die letzte Minute. Der Chef war mit unserem dezenten, aber professionellen Einsatz zufrieden. Wieder einmal eine Abwechslung zu den sonstigen Ermittlungsfällen.
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Tags: Security
Oktober 6th, 2009 · Comments Off
Als Abgesandter in Sachen Sicherheitstechnik fahren wir zu den Interessenten, um sie vor Ort zu beraten. Das Haus oder die Wohnung der Menschen werden auf Sicherheitslücken überprüft, danach bekommen sie ein Angebot, was alles zu tun wäre, und was dadurch verhindert werden kann. In einer Villa am Stadtrand war ich auch einmal in dieser Mission unterwegs. Der Hausherr öffnete mir die Türe, als ich pünktlich klingelte. Dass hier Wohlstand herrschte, sah man auf den ersten Blick. Das Haus war alt, an manchen Stellen renovierungsbedürftig. Eben im Zuge dieser Renovierungen sollte auch die Sicherheit in Ordnung gebracht werden.
Ich wies den Herrn des Hauses auf das alte Schloss in der Haustüre hin, ebenso auf die Fenster aus dem letzten Jahrhundert, die sogar ich in wenigen Sekunden hätte aushebeln können. Meine Frage, wo denn Geld und Wertsachen aufbewahrt würden, beantwortete der Mann mit einem verlegenen Lächeln. Also kein Tresor im Haus. Auf dem Laptop zeigte ich dem Herrn die neuesten Fenster, die sehr einbruchssicher waren. Auch über eine Videoüberwachung, eine Alarmanlage und einen Tresor beriet ich ihn.
Er wollte eine Nacht darüber schlafen, ich sollte am nächsten Tag noch einmal kommen. Er hatte auch wirklich einen Entschluss gefasst. Der Tresor war schon so gut wie bestellt. Die Alarmanlage, mit Weiterschaltung zur Polizei, wollte er sich auch installieren lassen. Lediglich die Videoüberwachung lag ihm im Magen. Er dachte, die Videobilder würden ebenfalls an uns oder an die Polizei übertragen und das wollte er nicht. Ich erklärte ihm, dass die Kamera ja nur gewisse Bereiche aufnimmt, und nur dazu dient, um im Falle eines Falles Bilder von Einbrechern oder Vandalen liefern zu können. Er bestellte auch diese Videoanlage. Wenn nur alle Menschen so verantwortungsbewusst mit dem Thema Sicherheit im eigenen Haus umgehen würden. Sicher kostet diese Ausrüstung den Mann einiges Geld. Aber zumindest kann er ruhig schlafen.
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Tags: Detekteien
Oktober 6th, 2009 · Comments Off
Als Detektiv macht man ab und zu auch mal bei Undercover Einsätzen mit. In einer Firma soll ein Angestellter überführt werden, der wahrscheinlich Geld unterschlägt. So lautete der Auftrag in meinem letzten Undercover Einsatz. Ich wurde als neuer Angestellter in den Berieb eingeschleust. Informationen über den Kollegen, den es zu observieren gab, hatte ich zur genüge. In der Buchhaltung waren die Dinge ja schon abgeklärt. Es ging nur noch darum, den letzten Beweis dafür zu erbringen, dass genau dieser Angestellte und kein anderer mit der Sache zu tun hatten. Der Chef war ungeduldig, aber ich erklärte ihm, dass der Mitarbeiter ein gewisses Vertrauen zu mir fassen musste, da ich sonst auffliegen würde. Hat so ein Angestellter Lunte gerochen, dass er im Verdacht steht, wird der Beweis nahezu unmöglich. Je besser meine Tarnung ist, umso mehr Chancen habe ich, die Sache schnell aufzuklären.
Ein wenig Technik wurde im Büro des Angestellten installiert. Auch der PC wurde besonders überwacht. Besuche nach Feierabend in diesem besagten Büro gehörten für mich dazu. Bis ich einen Beweis gefunden hatte, musste ich abwarten, keine Fehler durften passieren. Auch, wenn ich jeden Abend das Büro durchsuchte, musste jedes Körnchen Staub auch am nächsten Morgen bei Dienstbeginn wieder so daliegen, wie es der Kollege hinterlassen hatte. Tägliche Berichte an den Firmenchef gehörten dazu. Dessen Ungeduld sollte bald nicht mehr nötig sein.
Mit fingierten Kundenrechnungen überwies sich der Mann in einer Woche drei Mal nicht zu kleine Beträge auf ein Konto. Er wurde bei einer dieser Buchungen gefilmt, so dass man ihn direkt überführen konnte. Auch die Papiere in den Akten, alle fein säuberlich abgeheftet, konnte ich sichern. Mit diesen Ergebnissen ging ich schon nach vier Tagen zum Firmenchef. Nach einer ersten Hochrechnung hatte sich der Mann in einem Jahr über 200.000 Euro aus dem Firmenkapital gestohlen. Natürlich wurde er entlassen und angezeigt. Die spektakulären Undercover Missionen, wie bei Matula und Co. fehlen leider bei mir. Meine Frau findet das allerdings ganz in Ordnung.
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Tags: Observation
Oktober 6th, 2009 · Comments Off
Wenn ein Auftrag herein flattert, bei dem es um vermisste Kinder geht, bin ich schon vor Beginn der Ermittlungen nervös und habe ein mulmiges Gefühl. Es ist nicht leicht, den Eltern gegenüber zu treten, die so voller Schmerz sind, so voller Angst, dass dem Liebsten auf der Welt etwas passiert sein könnte. Wir arbeiten an solchen Fällen immer auf Hochtouren und natürlich in Zusammenarbeit mit der Polizei. Manche Eltern wollen uns als zusätzliche Ermittler, weil sie befürchten, die Polizei könnte sich nicht voll auf die Angelegenheit konzentrieren.
Vermisste Kinder gibt es aus verschiedenen Gründen. Manchmal sind Jugendliche nach einem Streit aus dem Elternhaus abgehauen. Sie landen als Straßenkids irgendwo in Deutschland, ja sogar im Gebiet der EU. Nicht selten bekommen sie es mit den falschen Menschen zu tun, geraten an Drogen und Alkohol, kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Eine solche Fährte aufzunehmen, ist nicht leicht. Nicht immer gibt es Hinweise, in welcher Stadt sich die Kids aufhalten. Allerdings ist hier auch nicht sicher, dass das Auffinden der Jugendlichen die Probleme löst. Oft sind sie am nächsten Tag wieder verschwunden, weil sie mit den Eltern eben nicht klar kommen. Das Jugendamt bietet hier Anlaufstellen für die Eltern und die Kinder. Betreutes Wohnen und viele andere Möglichkeiten stehen dem Leben auf der Straße gegenüber. Aber um das anbieten zu können, müssen die Jugendlichen zunächst einmal gefunden werden.
Nach einer Trennung nimmt eines der Elternteile die Kinder oft einfach mit an seinen neuen Wohnort, oder, noch schlimmer, mit ins Ausland. Der Vater oder die Mutter, die dann zurückbleiben, sind sehr verzweifelt. Auch hier haben wir nicht immer Erfolg mit unseren Ermittlungen. Es ist nicht gesagt, dass die Kinder zurück kommen werden. Manche Länder machen es den Behörden schwer, hier selbst entschiedene Sorgerechtsfragen durchzusetzen. Was bleibt, ist der Trost, dass dem Kind wenigstens keine Gewalt angetan wurde. Die Angst, mit einem toten Kind konfrontiert zu werden, begleitet jeden Einsatz, bei dem es um vermisste Kinder geht.
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Tags: Ermittlungen