Entries from Oktober 2009
Oktober 30th, 2009 · Comments Off
Ermittlungen im eigenen Wohnort sind für einen Detektiv nicht so leicht, vor allem, wenn es ein eher kleineres Städtchen ist, in welchem man persönlich gut bekannt ist. Nur in einigen wenigen Fällen bringt es Vorteile, wenn man die richtigen Leute kennt und nicht erst lange nach ihnen suchen muss. Meistens ist es eher der Fall, dass man besser seiner Arbeit nachgehen kann, wenn man als völlig fremde Person absolut unauffällig und unerkannt agieren kann. Eine zu observierende Person wird einen bekannten Menschen sicher eher registrieren und seine Arbeit auffliegen lassen, als dass er einen fremden Detektiv überführen würde.
Ermittlungen gegen eine Person vorzunehmen, die man kennt, ist zudem schwieriger, als handelt es sich um fremde Menschen. Im Bekanntenkreis einem Fall von Untreue, Schwarzarbeit oder anderen Dingen auf den Grund zu gehen, kann den Detektiv vor Gewissenskonflikte stellen. In der Natur des Menschen liegt es nun einmal, nahe stehenden Menschen nicht schaden zu wollen. Muss man sich zwischen seiner pflichtgemäßen Arbeit und dem Wohl eines Freundes, Nachbarn oder auch nur flüchtigen Bekannten entscheiden, würde man gerne ein Auge zudrücken, was aber zur Folge hätte, dass man Probleme mit Chef und Auftraggeber bekommen würde.
Für solche Fälle ist es gut, auf ein bundesweites Netz an Detekteien zugreifen zu können. Ist man in einen Fall persönlich involviert, kann man die Gewissensbisse vermeiden, indem man den Fall einfach offen und ehrlich abgibt. So sind die Ermittlungen nicht von persönlichen Gefühlen beeinträchtigt, und man muss sich weder vom Chef noch vom Bekannten vorwerfen lassen, nicht im Sinne des Berufes gehandelt zu haben.
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Tags: Ermittlungen
Oktober 27th, 2009 · Comments Off
Viele Menschen sehen und hören weg, wenn es um Schwarzarbeit in den eigenen Freundes- oder Familienkreisen geht. Auch viele Angestellte unternehmen nichts, auch wenn der Chef einige Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß angemeldet hat. Sie haben Angst um ihren eigenen Job, und sehen deshalb lieber über die Unrechtmäßigkeit hinweg.
Wenn ich in Sachen Schwarzarbeit unterwegs bin, dann hat mich das Ganze sehr wohl zu interessieren. Auch ich mache mich privat nicht zum Richter, äußere aber klar meine Meinung darüber, dass ich das nicht in Ordnung finde. Jeder, der seine Steuern ordentlich zahlt, muss die Ungerechtigkeit in Kauf nehmen, dass sich hier Chefs und Arbeiter Vorteile verschaffen, die ihnen nicht zustehen. Das sage ich auch laut, auch wenn ich mich damit bei Freunden schon unbeliebt gemacht habe.
Eine Ermittlung in Sachen Schwarzarbeit gibt zum Beispiel das Arbeitsamt in Auftrag. Auch ein Chef, der vermutet, dass sein Angestellter nebenbei noch Geld verdient, und deswegen einige Tage fehlt, zu spät kommt oder nicht ausgeschlafen ist, lässt manchmal in diese Richtung ermitteln. Sehr oft sind es aber Rentner, Hartz IV Empfänger oder Ausländer, die sich auf Baustellen, als LKW Fahrer oder in vielen anderen Berufen oder Hilfsarbeiten beim Schwarzarbeiten erwischen lassen.
Viele ertappte Menschen haben schon versucht, mich davon abzuhalten, die Sache zu melden. Da ich denke, dass wir in einem Sozialstaat leben, in dem jeder ein Auskommen haben kann, auch wenn es nur wenig Arbeitslosengeld II ist, bin ich hier aber rigoros. Der Auftraggeber bekommt die Informationen, die ich ermittelt habe. Ob sie nun positiv oder negativ ausfallen, ist mir in dieser Sache egal.
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Tags: Ermittlungen
Oktober 24th, 2009 · Comments Off
Vor zwei Jahren hat mein Chef mich auf eine Fortbildung geschickt, da er eine neue Leistung in unser Angebot aufnehmen wollte. Er wollte den Besitzern von Autos anbieten, ein GPS System in das Fahrzeug einbauen zu lassen, damit der Eigentümer stets sehen kann, wo sich das Auto befindet. Besonders die teuren Wagen der besser verdienenden Gesellschaftsschicht werden oft gestohlen und in den Osten verfrachtet. Der GPS Sender ist klein und unauffällig, leistet aber große Dienste, wenn es darum geht, die Autos wieder zu finden. Diese Sender können aber auch Personen orten, sofern der Sender so angebracht ist, dass die Person ihn nicht bemerkt und entfernt.
Firmen, wie zum Beispiel Speditionen, nutzen die GPS Überwachung, um den Fuhrpark, manchmal auch die Außendienst- oder Montagearbeiter, zu überwachen und zu kontrollieren. Dies ist nicht immer negativ zu bewerten. Ein LKW Fahrer, der einen Unfall hatte, kann so mit einem Blick auf den PC geortet werden; Hilfe wird geschickt. Die Technik, über Satelliten Signale zu versenden, nutzen also auch wir Detektive. Von einem gestohlenen Fahrzeug kann also genauestens bestimmt werden, auf welcher Route es gerade unterwegs ist, oder wo es abgestellt ist. Natürlich nur, wenn auch die entsprechenden Sender eingebaut sind.
Vor allem die Autoversicherungen begrüßen es, wenn solche GPS Sender in den Luxusautos verbaut sind. Im Falle eines Diebstahles müssen so keine teuren Ermittlungen angestellt werden. Man ortet das Fahrzeug, informiert die Behörden und sorgt für den Rücktransport. Auch, wenn manchmal nur noch der Sender aufgefunden wird, und das Auto längst in Einzelteilen unterwegs ist: Die schnelle Reaktionszeit, die genaue Lokalisierung und vollständige Überwachung und Rekonstruktion machen es leicht, deutlich mehr Autos wieder finden zu können, als ohne die GPS Funktionen.
Zum Schutz der eigenen Kollegen kann das GPS auch verwendet werden. Ist jemand in einem gefährlichen Einsatz verwickelt, kann jederzeit genau festgestellt werden, wo sich der Detektiv gerade befindet. Kommt ein Notruf oder befindet sich der Kollege lange Zeit an einem Ort, an dem er sich nicht aufhalten sollte, kann er gefunden werden, kann ihm Unterstützung geschickt werden. In diesem Fall kann das GPS sogar Leben retten.
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Tags: Detekteien
Oktober 21st, 2009 · Comments Off
In der Zeit in der ich ermittle, muss ich auch manchmal Geld für die unterschiedlichsten Sachen ausgeben. Wenn ich zum Beispiel viel mit dem Auto unterwegs bin, fallen Spritkosten an. Auch ein Essen oder ein Kaffee zwischendurch, oder ein nicht geplanter Kinobesuch, um jemanden beschatten zu können, fallen manchmal an. Für solche Kosten sind immer die Klienten verantwortlich. Natürlich muss man beim Geldausgeben auch aufpassen und zum Beispiel nicht in das teuerste Restaurant gehen, sondern auch mal in die Imbiss-Bude daneben. Auch Ehrlichkeit gehört dazu. Ich kann nicht einfach irgendwelche Dinge auf meinen Spesenzettel schreiben und Geld kassieren, das ich nicht bekommen dürfte.
Ob mein Unternehmen mit den Klienten Tagessätze vereinbaren, oder meine Spesenzettel quasi durchreichen, weiß ich nicht. Als ich noch selbstständig war, habe ich immer mit den Kunden vorher vereinbart, wie die Spesen abgerechnet werden sollen. Der eine war bereit, einen höheren Tagessatz zu zahlen, da waren die Spesen dann inbegriffen, außer es handelte sich um größere Ausgaben, die man vorher nicht einschätzen konnte. Andere Klienten wollten volle Kostenübersicht und eine detaillierte Abrechnung. Jeder bekam die Abrechnung, wie er sie wollte.
Vom ersten Tag weg hatte ich mir geschworen, mich hier niemals unrechtmäßig zu bereichern. Im Sinne eines gut geführten Unternehmens kann so etwas nicht sein. Da ist es egal, ob ich der Chef bin, oder für einen Unternehmer arbeite. Fair und korrekt halte ich nach, was ich ausgegeben habe, wie viele Kilometer ich gefahren bin. Alles weise ich durch Kassenbelege, Quittungen oder das Fahrtenbuch nach. Mir wird nie jemand den Vorwurf machen können, dass ich mich unrechtmäßig bereichert hätte. Ehrlich währt am längsten, denke ich.
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Tags: Detekteien
Oktober 18th, 2009 · Comments Off
Sind auf einer Messe viele teure Dinge ausgestellt, kann es schon einmal sein, dass wir von der Security Abteilung einmal dorthin geschickt werden, weil ein dementsprechender Auftrag erteilt wurde. Nicht nur am Tage, sondern auch in der Nacht muss auf die Sachen aufgepasst werden. Ich war dieses Mal für die Nachtwache auf dem Gelände eingeteilt. Mit mir zusammen arbeitete dort ein Hundeführer aus unserem Team. Er hatte einen ausgebildeten Schäferhund, der seine Arbeit wirklich verstand. Was dieses Tier alles hört, was uns Menschen gar nicht auffällt. Er meldet nur mit einem leisen Knurren und wartet dann auf ein Kommando.
Es versuchte auf dieser Messe niemand, einzubrechen. Wir müssen dennoch stets wachsam sein, denn nicht immer ist das so sicher, dass wir keinen nächtlichen Besuch bekommen. Manchmal sind es wirklich Einbrecher, ein anderes Mal auch nur Jugendliche, die sich etwas beweisen wollen. Rigoros werden diese Eindringlinge der Polizei übergeben. Was dann strafrechtlich dabei herauskommt, erfahren wir bestenfalls aus der Zeitung. Nach dem Ende der Besuchszeit, wenn alle Händler nach Hause oder ins Hotel fahren, müssen wir eine Streife gehen, ob sich auf dem Messegelände vielleicht jemand einsperren lassen möchte. Ist alles kontrolliert, wird abgeschlossen. Auch Fenster und Dachluken werden überprüft.
Die Nachtschicht besteht dann bis zur Ablösung aus Kontrollgängen, aber auch Ruhezeiten, in denen man einfach nur sitzt und aufpasst, dass niemand in die Hallen einbrechen kann. Ab und zu kann man diese Zeit nutzen, um sich ohne Besuchermassen die Sachen, die ausgestellt sind, etwas näher anzusehen. Anfassen dürfen wir nichts. Aber ansonsten bekommt man vieles zu sehen, was man als privater Mensch gar nicht anschauen würde.
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Tags: Security
Oktober 15th, 2009 · Comments Off
Ich arbeite schon eine lange Zeit als Detektiv. Die Stunden, die ich während meiner Ermittlungen warten musste, stehen auf einem ganz besonderen Konto. Man muss trotzdem wach und konzentriert bleiben, denn in jeder Minute, in jeder Sekunde kann etwas Neues passieren. Es kann aber auch sein, dass ein Mensch, den man observiert, den ganzen Tag zu Hause bleibt. Das kann man vorher nie wissen. Diese Stunden des Wartens erfordern eine Menge Geduld und Durchhaltevermögen.
Ein Auftrag in meiner Laufbahn war es, den ganzen Tag eine Frau zu observieren, gegen die der Verdacht bestand, dass sie mit Drogen handelt. Man stellt sich diese Arbeit leicht vor, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich musste immer hoch konzentriert sein, sie einmal mit dem Auto, einmal zu Fuß verfolgen. Und das aber immer so unauffällig wie möglich. Auf die Kanne Kaffee von zu hause kann ich bei dieser Arbeit nicht verzichten. Sie hält mich bei der Stange. Ich folgte der Verdächtigen also den ganzen Tag lang. Und wenn sie vorgehabt hätte, um die Welt zu reisen, hätte ich hinterher fahren, fliegen oder laufen müssen.
Der ganze Tag war ziemlich ruhig, sie war einkaufen, im Freibad und auf einem Kaffeeklatsch mit einer Freundin. Mir war schon fast langweilig, bis sie am Abend das Haus noch einmal verließ, um mit dem Auto zum Bahnhof zu fahren. Ich hoffte, sie würde jetzt nicht einfach mit dem Zug wegfahren. Aber nein, es sollte anders kommen. Es traf ein, wie alle es vermutet hatten. Ich verfolgte sie unauffällig bis zu einem Ort, der wenig besucht war. Sie traf sich dort mit einem Mann; dem überreichte sie ein kleines Päckchen und bekam dafür ein paar Geldscheine in die Hand gedrückt. Davon machte ich ein paar Beweisfotos und ging damit zum Auftraggeber, ihrem ehemaligen Mann. Der wollte das Sorgerecht für die Kinder. Er informierte die Polizei. Diese verhaftete die Frau noch am selben Abend. Sie würde unter diesen Umständen das Sorgerecht verlieren, aber das ist gut, denn Kinder sollten nichts mit Drogen zu tun haben. Meine Arbeit war getan und ich fiel später todmüde in mein Bett. Die Geduld hatte sich wieder einmal ausbezahlt.
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Tags: Ermittlungen
Oktober 12th, 2009 · Comments Off
Als Detektiv habe ich schon so manch besonderen Fall erlebt. Einer dieser außergewöhnlichen Fälle zog sich über eine längere Zeit. Es ging um eine junge Frau, die nach der Trennung ihrer Eltern, die zusammen in Amerika lebten, mit ihrem Vater nach Deutschland zog. Zu dieser Zeit war sie noch zu klein, um zu entscheiden, bei wem sie bleiben möchte. Nach ein paar Jahren war die Sehnsucht nach ihrer Mutter so groß, dass sie sich an mich wandte. Wir haben lange und intensive Gespräche geführt und alle Informationen, die über die Mutter noch vorhanden waren, gesammelt. Ich habe durch diese Angaben schon von Deutschland aus eine Menge herausfinden können. Auch Fotos gab es noch, aber eben leider ziemlich alte. Nach einer Woche Ermittlungen sind wir, die Tochter und ich, mit dem Flugzeug nach Amerika geflogen, um herauszufinden, ob die Adresse, die ich recherchiert hatte, stimmt. Das war leider nicht der Fall. Die Mutter war schon umgezogen.
Die Tochter war ziemlich traurig über diesen Rückschlag und dachte schon ans Aufgeben. Ich ermutigte sie. Jetzt, wo wir einmal da waren, wollten wir doch auch richtig ermitteln. Ich stattete den verantwortlichen Behörden in Amerika einen Besuch ab, um herauszufinden, wohin die Mutter der jungen Frau gezogen war. Nach einem ganzen Tag, gestrotzt voller Behördengängen, war es geschafft: Wir hatten eine neue Adresse. Leider war es schon so spät, dass wir erst am nächsten Tag dort hinfahren konnten. Nach einer fast schlaflosen Nacht machten wir uns auf den Weg zur besagten Anschrift. Wir stellten fest, dass der Ort in dem die Mutter lebt, ziemlich abgelegen war. Nach einer ganzen Zeit waren wir angekommen und sogar ich war ein wenig nervös. Die Tochter zögerte, als sie an der Tür klopfte, dann aber öffnete eine Frau ihr die Tür. Einen Moment lang war es still aber dann umarmten die Frauen sich überschwänglich und tränenüberströmt an der Tür. Ich wusste, dass sich hier Mutter und Tochter wieder gefunden hatten. Und ich wusste auch, dass ich gute Arbeit geleistet hatte.
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Tags: Detekteien